Listenplatz 20

Ich bin in München aufgewachsen, zur Schule gegangen, habe in München studiert. Nach dem 8. Semester wollte ich mein erstes Staatsexamen machen. Stattdessen habe ich mit drei Freunden einen Verlag in München und mit Studenten aus Leipzig einen Verlag in Leipzig gegründet. In Leipzig haben wir die erste deutsch-deutsche Zeitschrift nur für den DDR-Markt in alle Universitätsstädte der DDR gebracht.

Im August 1990 starb mein Vater, ein Jahr später meine Großmutter. Das Haus meiner Großmutter in der Lichtenfelser Straße stand leer und ich habe es nicht übers Herz gebracht, es zu vermieten. Also habe ich meine Referendarzeit in Oberfranken gemacht. Ich bin dann hiergeblieben.

Ich hatte ursprünglich schon im Jahr 2014 vor, mich nur für sechs Jahre im Stadtrat zu engagieren. Nach der Erkrankung meiner Frau Ulrike und meinem Rücktritt hatte ich keine Kandidatur mehr geplant. Es waren wahrscheinlich Fridays for Future und Gespräche mit Freunden, die mich noch einmal zu einer Kandidatur bewogen.

Die Sozial- und Klimakrise lassen mich nicht in Ruhe und ich will genau diese Aufgaben in Burgkunstadt angehen. Nicht der Bürgermeister, sondern der Stadtrat ist für die tragenden Entscheidungen unserer Stadt verantwortlich. Unsere Stadt ist für ihre Menschen da, nicht umgekehrt. Nur wenn wir die Interessen unserer Bürger, Unternehmer, Landwirte, Manager, Vereinsvorstände usw. wahrnehmen, können wir gemeinsam Lösungen entwickeln, damit das Fieber unserer Gesellschaft und unseres Planeten nicht tödlich endet.

Wir müssen als Stadt Burgkunstadt unseren Beitrag dazu leisten, dass unsere Bürger, Vereine und Unternehmen erfolgreich sind.

Wir als Bürgerverein wollen Vorbild sein. Ich will ein Zeichen setzen, dass ich meine Rolle und Aufgabe als erster Vorsitzender darin sehe, alle unsere Kandidaten bei ihren Zielen zu unterstützen und sie wertzuschätzen.

Ausgehend vom Bürgerverein soll unsere Stadt ein Zentrum des gegenseitigen Interesses sein. Es müssen Engagement und Handeln von uns ausgehen. Das will ich im Bürgerverein und im Stadtrat vorleben. Ich sehe darin eine Strategie, dass wir aus einer starken Gemeinschaft heraus die Sozial- und die Klimakrise bewältigen.