Listenplatz 16

In Würzburg 1950 geboren, verbrachte ich meine Kindheit und Jugend an der Mainschleife bei Volkach. Ich stamme aus einer bäuerlichen Großfamilie, die Obst- und Gemüseanbau betrieb.

Geprägt haben mich die Natur, die Arbeit auf den Feldern, handwerkliche Tätigkeiten und letztlich die Musik.Ich war und bin vielseitig interessiert. Nicht zuletzt deshalb studierte ich nach dem Abitur Lehramt an Volksschulen, einen Allrounder-Beruf, den ich bis zu meiner Pensionierung gerne ausübte.

1998 wurde Oberfranken zu meiner zweiten Heimat: Ich zog nach Mainroth, wo ich seither wohne und wo ich 11 schöne Berufsjahre verbringen durfte. Zusammen mit meiner zweiten Frau freue ich mich über die 5 Kinder und 5 Enkel unserer Patchwork-Familie. Schon während des Studiums war ich politisch aktiv. Ich engagierte mich in der Friedensbewegung und in der Antiatombewegung.

Mit der Mitgliedschaft in der ÖDP, für die ich zuletzt für den Bayerischen Landtag kandidierte, verlagerte sich der Schwerpunkt meines politischen Ehrenamtes in Richtung Umwelt- und Klimaschutz.

2009 und 2011 konnten wir zwei Bürgersolaranlagen in Mainroth bzw. Burgkunstadt installieren, die bisher 285 t CO2 einsparten und ca. 480.000 kWh Öko-Strom lieferten. Wir erzielen überdurchschnittliche Renditen. Die Wertschöpfung bleibt bei den über 80 beteiligten Bürgern vor Ort und wandert nicht zu den Stromkonzernen.

Die positiven Erfahrungen in Sachen Bürgerbeteiligung bestätigten den Spruch von F. W. Raiffeisen: „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“ Sie ermutigen mich, die Bürgerbeteiligung in Burgkunstadt deutlich auszubauen und die dafür notwendigen politischen Rahmenbedingungen zu schaffen. Beispielhaft seien genannt: Verbrauchergemeinschaften mit den Landwirten, Energiegemeinschaften (Wärme, Strom) oder die Schaffung von Stadtwerken in kommunaler Zusammenarbeit.

Als Stadtratskandidat stehe ich für eine aktive Verteidigung demokratischer Verfahren und Prinzipien. Ich bin für eine Politik der Transparenz und Öffentlichkeit, für rechtzeitige und umfängliche Information der Bürger in allen Satzungs- und Strukturbelangen.

Weiterhin benötigt es eine Politik von nachhaltigen Konzepten mit einem konkreten gestuften Zeitplan. Gerade bei letztgenanntem Punkt besteht dringender Handlungsbedarf. Der Anteil der spontanen Beschlüsse (teils ohne Haushaltsdeckung) muss deutlich verringert und durch echte Konzept-Entscheidungen mit Planungssicherheit ersetzt werden.