Listenplatz 12

Ich bin noch jung und habe daher – rein statistisch gesehen – noch eine Menge Zukunft vor mir. Da geht es mir wie allen jungen Leuten. Allerdings wird unsere Zukunft meistens von Politikern gestaltet, die schon ziemlich alt sind, die vielleicht diese Zukunft, die sie gestalten, gar nicht mehr erleben.

Das eklatanteste Beispiel dafür ist der Klimawandel: Die Aktionen, die jetzt ergriffen oder unterlassen werden, bestimmen die Zukunft der Menschen, die 2050, 2060 noch leben. Die jungen Menschen sollten sich daher mehr politisch engagieren, um ihre – wenn auch noch ferne Zukunft - mitzugestalten.

Meine Kindheit habe ich in Burgkunstadter Schulen, in der Natur um Burgkunstadt herum und auf den Burgkunstadter Fußballplätzen verbracht. 2018 schloss ich die private Wirtschaftsschule in Lichtenfels als einer der Jahrgangsbesten ab. Derzeit besuche ich das Gymnasium in Lichtenfels und bereite mich auf mein Abitur vor.

Außerhalb des normalen Schulbetriebs setzte ich mich ehrenamtlich für andere ein. 2017 titelte das Obermain-Tagblatt: „Engagement übers normale Maß hinaus“. Landrat Christian Meißner zeichnete mich damals für mein Eintreten für die Projekte „Schule ohne Rassismus“ und „Schule mit Courage“ aus.

Und dann war da noch die Schließung der Mittelschule in Burgkunstadt, die ich damals besuchte. Ich fand die Schließung unfair. Ich verstand damals nicht, warum der Stadtrat seinen Beschluss fasste, ohne überhaupt die beiden Alternativvorschläge, die der Elternbeirat und die Schüler erarbeitet hatten, zu diskutieren. So soll zukünftig nicht mehr mit berechtigten Anliegen der Bürger umgegangen werden.

Als Berufsperspektive interessiert mich die öffentliche Verwaltung. Dabei sind mir moderne Ansätze, wie Bürgerfreundlichkeit und eGovernment, wichtig. Der Bürgerkann zusätzlich über das Internet Verwaltungsangelegenheiten, für die er bisher das Rathaus aufsuchen musste, von zu Hause oder von unterwegs aus erledigen. Dabei ist er nicht an die Öffnungszeiten des Rathauses gebunden und spart sich zeitaufwendige Wege. Die Einführung wäre auch in Burgkunstadt wünschenswert.