Ortstermin im Kesselweg: Alles oder nichts - und bitte nicht jetzt

Burgkunstadt (19.09.2014) - Ortstermin des Bürgervereins Burgkunstadt im Kesselweg am vergangenen Freitag: die Anwohner haben Fragen, die für die Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Stadt Burgkunstadt am kommenden Dienstag, 23. September, 19.00 Uhr von Bedeutung sind. Denn dann soll besprochen werden wie mit einem möglichen Ausbau der Straße weiterverfahren werden soll.

Die wichtigste Frage der Anwohner war, ob die Straße nur einen neuen Belag erhalten soll, oder ob auch gleich neue Kanal-  Strom- und Wasserleitungen verlegt werden sollten. Dies würde Sinn machen, denn es gab in den letzten Jahren immer wieder Baustellen, bedingt durch Kabel- und Rohrbrüche. Auch wurden Probleme mit den Internetanschlüssen thematisiert. Wenn Strom- und Internetanschlüsse auch nicht in die Zuständigkeit der Stadt fallen würden, so war dennoch der Wunsch, die zuständigen Versorgungsunternehmen rechtzeitig in die Planungen einzubeziehen und ihnen Gespräche anzubieten.

Die Straße wurde nach Angaben der Anwesenden erst umfangreich ausgebessert. Es würden derzeit keine Unfallgefahren bzw. Haftungsrisiken für die Stadt bestehen. Alle Anwesenden mit einer Ausnahme sprachen sich gegen eine Sanierung des Belags aus. Marco Reichert äußerte, dass er mit der Straße sehr zufrieden sei, denn es gebe noch viele Kinder in der Straße und die Leute würden langsam fahren. Der Kesselweg sei eine Dreißiger Zone und Sackgasse. Wenn die Straße irgendwann tatsächlich ausgebaut werden müsse, könnte man auch auf den Gehweg verzichten und die Straße für die Kinder als Spielstraße ausbauen, so Hans Kaim. Ältere Anwohner zeigten sich besorgt, wie sie ihre Einkäufe erledigen sollen, wenn die Straße gesperrt würde. Außerdem befürchten sie, dass hohe Kosten auf die Anlieger zukommen könnten.

Die anwesenden Anwohner zeigten sich einig, dass sie zur Zeit noch keine Sanierung des Straßenbelages  wünschen. Wenn überhaupt, dann streben sie zu einem späteren Zeitpunkt eine Totalsanierung der Straße an: wenn, dann sollte man also auch Kanal- und Wasserleitungen mit erneuern sowie Leerrohre für etwaige künftige Versorgungen vorsehen.